Historie

Wappen Niederwinkling

Wappen der Gemeinde Niederwinkling

4.000 - 1.800 v. Chr.   

Eine erste bäuerliche Sesshaftigkeit von Menschen in der Umgebung von Niederwinkling ist bereits aus der Jungsteinzeit (etwa 4.000 -1.800 v.Chr.) aus den beiden Steinbeilen festzustellen, die hier 1952/53 gefunden wurden und die auch im Wappen der Gemeinde dargestellt sind. Um etwa 500 v.Chr. kamen die Kelten in unsere Gegend, die eine Handelsstraße (Bayerweg) durch die Gegend unterhielten.
Noch vor den Römern, die um Christi Geburt, bis an die Donau vorrückten, bauten die keltischen Bauern Wein an. Darauf verweisen die beiden Rebstöcke im Gemeindewappen.

 

600 - 1.800 n. Chr.

Nach dem Zerfall des römischen Reiches überschritten 600 nach Christi Geburt bajuwarische Sippen am alten Donauübergang bei Posching die Donau und ließen sich früh am Rande der Vorberge nieder.Der Bajuware Winchilo ließ sich mit seinen Leuten am Lauterbach nieder. Um seinen Urmeierhof entstand später das untere Niederwinkling. Bald kamen die eingewanderten Bayern mit dem Christentum in Verbindung. Ein Enkel Winchilo` s, der Freibauer Friedrich, schenkte 741 seine Eigenkirche samt acht Höfen an das Kloster Niederalteich, bei dem der Ort bis 1194 verblieb.
Zwei Niederlassungen im oberen Winkling scheinen im 8.Jh. das ganze Oberwinkling ausgemacht zu haben.
Ein erstes Kirchlein zu Ehren des Hl. St. Wolfgang erbaut, wurde im Jahre 1107 zu einer Pfarrkirche erhoben und gehörte zum Bistum Regensburg. Die beiden Orte Oberwinkling und Niederwinkling wurden dann von verschiedenen Rittergeschlechtern verwaltet, bis die Wittwe des Hans von Pürching im Jahre 1657 alle ihre Besitzungen und damit die Orte mit Welchenberg an das Kloster Oberalteich verschenkte.

 

1.800 - 1.900 n. Chr.

So blieb es bis zur Säkularisation 1803. Von da an entstanden langsam die Gemeinden unter den bayerischen Königen. Die Pfarrei nannte sich Oberwinkling und die politische Gemeinde Niederwinkling.

Niederwinkling im heutigen Niederbayern gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Mitterfels des Kurfürstentums Bayern. Das Kloster Metten besaß hier eine offene Hofmark. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Niederwinkling.

 

1.900 n. Chr. - heute

1908 bis 1910 wurde in der Mitte der beiden Orte eine große Pfarrkirche errichtet und seitdem wachsen die beiden Orte immer mehr zusammen. Es entstand eine wirtschaftlich aufstrebende Gemeinde, die den Besuchern und Urlaubsuchenden vieles zu bieten hat.
 

Das Gebiet der jetzigen Gemeinde Niederwinkling setzt sich im Zuge der Gebietsreform seit 01.01.1971 zusammen aus den Gebieten der ehemaligen Gemeinden Niederwinkling und Waltendorf (Eingemeindung Waltendorf gemäß Entscheidung des Bayerischen Staatsministerium des Inneren vom 16. November 1970 Nr. I B 3 – 300 – 41 6/149). Das Gemeindegebiet wurde dann mit Wirkung vom 01.05.1978 gemäß Verordnung vom 12.04.1976 (RABl. Nr. 13/1976 S. 54) um die Gemeindeteile Welchenberg, Espern, Haag, Hagengrub und Lenzing vergrößert; diese gehörten zur ehemaligen Gemeinde Pfelling.